New XENPAK Converter – da iss er

Xenpak SFP-Plus Adapter

Xenpak SFP-Plus Adapter

In meinem letzten Post zum X2-Adapter habe ich den XENPAK-Adapter schon angekündigt. Vergangene Woche – vor dem RIPE63 meeting – sind die Teile nun frisch bei uns eingetroffen. Ab Montag werden wir dann die ersten Tests mit einer Cisco 6500er machen. Einen kleine Vorgeschmack haben wir für euch – so wird der Adapter ausschauen:

UPDATE: vergangene Woche haben wir den XENPAK-SFP+ Adapter erfolgreich in einer 6500er linecard von Cisco getestet. Der Traffic floss ohne Probleme. Neben den Tests mit optischen Transceivern (SFP+ SR oder LR) nahmen wir auch ein 5m Direct Attached Cable (DAC) her und koppelten zwei 6500er mit zwei XENPAK Adaptern. Das funktionierte ebenfalls wunderbar.

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X2-SFP+ Adapter – die flexible Wiederbelebung

X2-SFP-Plus Adapter

X2-SFP+ Adapter mit eingestecktem DWDM SFP+ für 80km

Wir haben in den vergangen Wochen die X2 nach SFP+ Konverter getestet und sind wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Denn es gibt eine Besonderheit, dazu später mehr. Hier erstmal die Fakten für die Eiligen:

  • weniger Stromverbrauch des X2-Adapter zusammen mit einem SFP+ wie im Vergleich ein dedizierter X2 (beim Einsatz von CWDM oder DWDM SFP+ ist das ca. 1W)
  • durch den eingesetzten SFP+ braucht man nur noch LC-Steckverbindungen
  • Sicherung der Investition. Man kann die SFP+en nach dem Betrieb in einem X2-only Gerät wiederverwenden
  • CWDM ist nun auch mit dem X2 möglich!

Nun aber zu der besonderen Erkenntnis. Den Konverter gibt es aber auch von Cisco. Da ein Konverter auch als Konverter im Cisco OS erkannt werden soll, gibt es manche Plattformen die den originalen Konverter nicht unterstützen. Reguläre X2en werden aber in dieser Plattform unterstützt. Kurzum, wir haben unseren Adapter so programmiert, dass er als reguläre X2 Optik erkannt wird und somit können wir sogar noch ein bischen mehr wie der Originale von Cisco.
Aktuell planen wir die XENPAK nach SFP+ Adapter. Die Produktion wird im Oktober angestoßen. Viele Grüße aus den Flexoptix Labs

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Damit der 10G Ethernet Link hoch kommt und stabil steht – auch auf alten Multimode Fasern

Wir haben uns in den letzten Wochen der Problematik angenommen, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten viel Multimode-Faser in Gebäuden verlegt wurde. Damals kamen hauptsächlich OM1 (62,5/125) und OM2 (50/125) Fasern zum Einsatz. Soweit ist das kein Problem – jedoch wurden diese Fasern in den Netzplanungen für Geschwindigkeiten von 10 oder 100Mbit berücksichtigt. Auch der Umstieg auf 1G Ethernet stellte noch kein Problem dar. Nun aber steigen die Bandbreitenanforderungen an die Netze, v.a. die Anbindung der Access Switche wird mittlerweile immer öfter mit 10G Ethernet realisiert werden soll/muss. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass auf OM1 Fasern die maximale Länge mit 10G Ethernet bei 33m und bei OM2 ganze 86m beträgt. Verinnerlicht man sich diese beiden Zahlen mal und mapped sie in Gedanken auf die Größe eines Gebäudes, so stellt man schnell fest, dass die Strecken oft länger als 100m sind. Das ist auch historisch bedingt, denn Glasfaser wurde noch vor 10 Jahren immer dann eingesetzt wenn die 90+10m für Cat5 nicht mehr ausreichten.

Fragt man nun Glasfaserkabelhersteller nach Lösungsvorschlägen, so ist die Antwort meist so einfach wie niederschmetternd: „Wenn Sie 10G auf einer Strecke mit 100m realisieren wollen, dann müssen Sie eine OM3 Faser oder besser (für den Kabelhersteller) eine OM4 Faser verlegen!“ Diese Aussagen wollten wir so nicht stehen lassen, denn der Aufwand eine neues Faser in einem Gebäude einzuziehen ist immens – ganz zu schweigen von den Kosten. Deswegen haben wir uns daran gesetzt und Tests mit diesen alten Fasern gemacht. Wir wollten herausfinden, ob man die 86m Schallmauer bei einer OM2 mit regulären Optiken durchbrechen kann – und – soviel vorweg: Ja, es geht!

Testaufbau:

24 x 50/125 Fasern zu verschieden Kaskaden zusammengespleißt

24 x 50/125 Fasern zu verschieden Kaskaden in einem Patchfeld zusammengespleißt und dann nach bedarf gepatched

Unser Testaufbau war recht einfach – die Beschaffung jedoch etwas umständlich. Wir haben ein 15 Jahre altes Installationskabel mit 24 Fasern und einer Gesamtlänge von 80m hergenommen und in verschiedenen Kaskaden zusammengespleißt (allgemein haben wir akribisch darauf geachtet, dass alle eingesetzten Komponenten alt sind bzw. die Stecker eine mechanische Alterung aufweisen). Jede Kaskade wurde mit einem SC Stecker versehen und das ganze auf ein Patchfeld gebracht. Somit hatten wir die Möglichkeit eine Multimodestrecke von 80 bis 1920m zu patchen. Auf diese unterschiedlichen Strecken haben wir dann ein definiertes 10G Signal gebracht – dieses wurde von einem 10G Signalgenerator erzeugt. Am anderen Ende lauschte ein 10G Bit Error Rate Tester (BERT) und verglich das gesendete Muster des Signal mit dem empfangenen Muster auf der Empfangsseite. In anderen Worten: ein typischer BERT. Wir haben dann in den 80m Kaskaden die Strecke kontinuierlich verlängert. Das haben wir soweit getrieben, bis wir eine Fehlerrate von 10-13 nicht mehr erreichen konnten (die 10-13 ist ein typischer BERT Wert für 10G Ethernet). Das Ergebnis überraschte uns selbst. Wir konnten auf einer Strecke von bis zu 640m bzw. 1700m einen stabilen 10G Ethernetlink realisieren.

Welche „anderen“ Komponenten kamen zum Einsatz?

In erster Linie haben wir zum Testen einen 10G XFP LR mit 1310nm und einem DFB Laser genommen. Das waren die 640m! Die 1700m wurden mit einem 10G XFP ER auf 1550nm erreicht. Weiterhin haben wir für die Einkopplung des Lasers ein Mode-Conditioning-Kabel verwendet.

Fazit: nicht immer der Kabel-Lobby glauben und sprecht uns für einen Test auf eurer Infrastruktur an.

Der gesamte Test wurde freundlicherweise von Dirk Spieß unterstützt – eine Koryphäe der passiven Glasfasertechnik. Er hat die Strecken gespleißt und einzeln mit seinem OTDR eingemessen!

Disclaimer: wir können nicht behaupten, dass dieser Aufbau für alle im Feld installierten Fasern gilt. Wir haben aber stets darauf geachtet, dass wie oben beschrieben, alle eingesetzten Komponenten (bis auf die Optiken) so alt wie möglich sind. Es wird durchaus Fälle geben bei denen die 640m nicht erreicht werden können. Aber einen Versuch ist es allemal wert, bevor man anfängt die Wände für eine neue Glasfaser aufzuklopfen!

Update: Vergangene Woche wurde ich zu einem Projekt dazu geholt, bei dem in 2010 eine 300m lange OM4 Faser verlegt worden ist – ganz frisch und schön mit dem OTDR eingemessen. Die Protokolle sahen auch gut aus. Allerdings war es nicht möglich mit den originalen 10G SR Optiken einen Link aufzubauen. Witziger weise sagt der OM4 Standard, dass bei 10G theoretisch 500m realisierbar sein sollten!
Den Kunden haben wir dann durch den Einsatz von unseren 10G LR Optiken erlöst. Der Link kam hoch und nach ca. 5 Monaten Stillstand auf der neuen Strecke, konnte nun zum ersten Mal Daten mit 10 Gigabit pro Sekunde fließen! (unter vorgehaltener Hand und leider nicht schriftlich hat der Hersteller der aktiven Komponenten mitgeteilt, dass normalerweise ab 250m den Einsatz von Singlemodefasern empfohlen werden!)

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Update: SFP+ Kupfer-Link / 10 Gigabit SFP Copper Cable

Extrem kostengünstig … und doch rekonfigurierbar

SFP Kupfer Kabel, SFP Copper CableFixe 10Gigabit Kupfer-Direktlinks mit SFP+ Transceivern ermöglichen die extrem kostengünstige (~ € 100,- pro Link!) und robuste Verbindung zweier 8G oder 10G Ports im High-Performance-Computing (HPC). Gerade in Rechenzentren mit einer Vielzahl von 10G-Verbindungen mit Distanzen <10m können diese SFP+ Kabel die Kosten einer Switch-Switch Connection im gleichen oder benachbarten Rack auf den Bruchteil der Kosten einer optischen Fiber-Infrastruktur reduzieren. Technisch wird die Kostenersparnis durch das Weglassen der optischen Sender/Empfänger im SFP+ Transceiver realisiert. Vereinfacht ausgedrückt, werden die elektrischen Signale, die im SFP+ Port normalerweise via Fiber-SFP+ in optische Signale gewandelt werden, nun direkt auf die wenige Meter langen Twinax-Kabel der SFP+ Direktlinks (auch SFP+ Cable Assemblies) gegeben.
Einsetzbar sind die SFP+ Direktlinks für 10 Gigabit Ethernet und Fibrechannel “eigentlich” in allen SFP+ basierten Switch/Router Systemen, da der MSA-Standard auch für diese spezielle Implementierung zugrunde gelegt wurde.  – “Eigentlich“  – aber was wäre die Transceiver-Welt ohne die einschränkenden Vermarktungs-Strategien der Großen? Schwerwigend ist dabei diesmal allerdings, dass die “Systemhersteller” verständlicherweise nur die eigenen Systeme unterstützen. Da aber beide Enden des SFP+ Direktlinks mit SFP+ Transceivern versehen sind, können die SFP+ Direktlinks dieser Ausrüster nur in den jeweils eigenen Systemen eingesetzt werden. Anders SFP+ Cable Assemblies von flexOptix …. hier können mit der flexBox beide SFP+ Transceiver für unterschiedliche Systeme konfiguriert werden. Damit ist z.B. auch die Verbindung einer 10G PCI Serverkarte (Hersteller A) mit dem Fibrechannel-Switch ( Hersteller B) möglich.
Neben dem klassischen SFP+ Formfaktor für 10 Gigabit Ethernet und Fibrechannel, gibt es diese Direktlinks (Cable Assemblies) mit fest montierten Transceivern an beiden Enden auch für 40G Anwendungen im QSFP Formfaktor.
Bei Fragen – einfach melden! Hier gibts weitere Informationen zu aktiven / passiven 10 Gigabit SFP Plus Kabel.

Update – 01.April 2011: hier ein paar Tips von uns, nachdem wir einige Erfahrungen mit den Direct Attach Cables (DAC) gesammelt haben.
Es gibt Fälle bei denen der Link nach einem Server-Reboot  (in unserem Fall war der Server mit einer Intel SFP+ DAC Karte bestückt) nicht mehr zu stande kommt. Das ganze trotz korrekter Programmierung der beiden SFP+ Enden. In einem anderen Fall viel der Link nach ein paar Stunden Betrieb einfach aus – ein Verhaltensmuster konnte allerdings nicht erkannt werden.
Es war eine Verbindung zwischen IBM Servern und Juniper Switchen. Deswegen an dieser Stelle nochmal folgender Hinweis:

“Warning: 10GSFP+Cu can only be used on systems with common grounds. Connecting systems with different ground potential with SFP+ direct attach cable results in a short and may cause damage.” [Appendix E, MSA SFF-8431 Revision 4.1 von 2009]

Potentialunterschiede können zu sehr “komischen” Linkverhalten führen. Die Lösung ist aber recht einfach. Anstelle eines DAC verwendet man einfach zwei SR SFP+ und ein passendes LC-Duplex Patchkabel.

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CWDM SFP Plus mit 80KM Reichweite

Wie auch unsere 80 KM DWMD SFP+ werden auch die neuen 80KM 10 Gigabit CWDM SFP Plus Transceiver  voraussichtlich ab Mitte Mai verfügbar sein.

Die Fakten des neuen 80KM CWDM SFP für 10G:

  • 8 CWDM Wellenlängen von 1470nm bis 1610nm
  • Optical Monitoring
  • Datenrate von 9.95 bis 11.1 Gbps
  • bis zu 80KM / Power Budget 23dB
  • LC Duplex Stecker
  • Temperaturbereich von 0°C bis 70°C
  • 10GBASE-ER CWDM 10G Ethernet
  • 10GBASE-EW CWDM 10G Ethernet
  • 8G Fibre Channel
  • 4G Fibre Channel
  • 2G Fibre Channel
  • Gigabit Ethernet
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80km DWDM SFP Plus für 10Gigabit

Ab Mitte Mai werden voraussichtlich die ersten DWDM SFP Plus Transceiver verfügbar sein.

Fakten unseres SFP+ Singlemode DWDM Transceiver:

  • bis zu 80 Km Reichweite
  • Optical Monitoring
  • Datenrate von 9.95 bis 11.1 Gbps
  • LC Duplex Stecker
  • Temperaturbereich von 0°C bis 70°C
  • 10GBASE -ZR DWDM Ethernet (10 Gigabit)
  • 10GBASE-ZW DWDM Fibre Channel (10 Gigabit)
  • Alle C-Band Wellenlängen des 50GHz DWDM ITU Grids
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DWDM SFP+ veröffentlicht

DWDM_single_peak

DWDM_single_peak

Ein paar Wochen zuvor haben wir unsere ersten DWDM SFP+ Muster erhalten.

Das sind die ersten 10G Ethernet SFP+ welche direkt aus ihren Brocade, Cisco Nexus oder 10G fähigen Boxen DWDM liefern.

Die Labor Tests sind durchgeführt und die Resultate waren sehr gut. Unsere Bedenken bezüglich der Temperatur-Stabilität des Lasers sind kein Problem mehr; eine Erleichterung.

Jetzt bereiten wir das Ausliefern an unsere Kunden vor.

Wir sind uns sicher, dass die DWDM SFP+ sich auch in realer Umgebung mit realem Traffic beweisen werden.

SFP+ sind jetzt das führende CWDM/CWDM Format ,bei Reichweiten unter 40km, für Port-Dichte und Leistungsaufnahme. Für höhere Reichweiten (80-120km) sind XFP`s immer noch Ihre Wahl.

Kontaktieren Sie uns und erhalten Sie von der flexOptix die neue getestete SFP+ Ausrüstung für ihr DWDM Netzwerk.

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Juniper compatible Copper SFP – Nun mit 10/100/1000 MBit/s

Juniper compatible Copper SFPNach der Überarbeitung unseres aktuellen Programmier-Templates arbeiten unsere Kupfer SFP’s nun mit 10MBit’s, 100MBit’s und natürlich auch mit 1000MBit’s. Alle flexBox-Nutzer können vorhandene Kupfer-SFPs einfach neu programmieren. Bei der Bestellung vorkonfigurierter Juniper kompatiblier Kupfer SFPs, wird diese Option natürlich ebenfalls unterstützt.

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Multimode OM3 oder gar OM4

OM3 und OM4 Faser

OM3 und OM4 Faser

Der Wiederbelebungsversuch einer “toten” Faser

Seit geraumer Zeit haben die Faserhersteller neue Gradientenfasern für Multimode entwickelt, die OM3 und OM4. Laut Spezifikation der TIA haben diese Fasern ein modale Bandbreite von 1500MHz (OM3) bzw. 3500MHz (OM4). Konkret heisst das für 10G Ethernet Anwendungen, dass nun mit einer OM3 Faser Übertragungsstecken von einer Länge von bis zu 300m (bei OM4 sind es 550m) möglich sind.

Das sieht soweit toll aus; Ist man nun etwas weitsichtiger und betrachtet die zukünftigen Entwicklungen in Richtung 40G oder 100G Ethernet, dann sieht man ganz schnell, dass die Fasern heute schon wieder an ihre Limits kommen. Beim IEEE 802.3ba 40/100GbE Standard spricht man vom 40G Base-SR4 (4 x 10G) und da redet man dann nur noch von 100m Streckenlänge bei einer OM3 Faser. Vergleichbar ist das mit der Problematik der im grossen Stil verbauten OM2 Faser.

Bei 1G Ethernet waren damals noch 550m die Begrenzung, wobei bei 10G Ethernet diese Distanz auf 86m zusammenschrumpfte. Das sind traumhafte Vorstellungen, wenn man sich nun den Faserherstellern anvertraut und in seinem neuen Gebäude eine OM3 Faser verbaut. Es ist abzusehen, dass man in ein paar Jahren wieder an diverse Probleme stößt – so wie heute bei 10G Ethernet Installation auf OM1 oder OM2 Fasern.
Jetzt könnte man denken, dass diese Längen die Einbußen fortlaufender Entwicklungen sind und wir uns damit abfinden müssen – getreu nach dem Motto “das ist halt so”. Glaubt man den Faserherstellern, dann trifft das auch zu. Aber schaut man etwas über den begrenzenden Tellerrad der Kabelverdriller, dann ist die Lösung eigentlich recht einfach:
Singlemodefasern haben in ihrem Jahrzehnte langen Bestehen gerade mal zwei entscheidende Sprünge vollzogen.

Von der G.652 – eine Faser die auf 1310nm optimiert ist und die neuere G.655 – optimiert für 1550nm. Bei den Übertragungslängen hat sich aber im Gegensatz zur Multimodefasern nichts geändert. 10km für 1G Ethernet sind heute Standard und 10km für 10G Ethernet sind auch heute Standard, ohne wenn und aber! Dazu kommt noch, dass die reine Singlemodefaser heute sogar günstiger ist wie die OM3 oder OM4 Fasern
(Grund: heutige Multimodefasern bestehen aus unterschiedlichen und mehreren Glassorten (Gradientenfaser). Dieser Sandwitch-Aufbau ist durch ein aufwendigen Prozess in der Faserherstellung möglich.). Die Spleisse und die notwendige Anschlusstechnik (Patchfelder, Kupplungen, Stecker) befinden sich auf dem selben Preisniveau. Das Einzige was bei der Singlemode-Technik heute noch teurer ist sind die Transceiver – hier kann man mit einer 30 bis 50% höheren Investition rechnen. Doch diese Mehrkosten holt man mit der günstigeren Singlemode-Faser wieder rein.

Nicht zu vergessen ist außerdem der Einsatz von “mehrfarbigem Licht” d.h. der parallelen Übertragung mehrere Datenströme mittels WDM (Wellenlängen-Multiplex). Der heute weitverbreitete Einsatz von CWDM oder DWDM Systemen ist nahezu ausschließlich auf Singlemode-Fasern möglich .. und der damit realisierbare Bandbreiten Zugewinn (16-30 fache Faser-Kapazität) beträchtlich.
Neben den ganzen direkten Kosten gibt es aber ein vernichtendes Argument gegen die Multimode-Faser. Die mögliche Unsicherheit, dass man in ein paar Jahren die heute verlegten OM3 Fasern wieder aus den Wänden klopft. Warum? Weil die installierten OM3 MMF einfach zu lang für wirkliches – ich meine damit serielles – 100G Ethernet sind. Und ich vermute mal dieser Schritt wird gerade von einige Unternehmen vollzogen, nämlich denjenigen die heute 10G Ethernet auf ihren 100m langen OM2 Fasern fahren wollen. Es gibt aber noch eine andere Lösung. Man überträgt einfach 10 x 1G über die OM2 Fasern und aggregiert die Signale. Die Kosten für beide Schritte werden hoch sein – da bin ich mir sicher.
Viel Spass beim Kabel legen wünscht die Multimode-Lobby

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Mit 100Mbit neue Wege gehen

Ein SFP-MM-0002 SGMii

SFP-MM-0002 SGMii

100Mbit Transceiver werden öfters benötigt als gedacht…

Unsere Überschrift haut in Zeiten von 10G und mehr keinen vom Hocker. In den letzten Wochen hatten wir jedoch einige Projekt mit der auslaufenden 100Mbit-Technologie – was uns dann doch davon überzeugt hat, dass an vielen Stellen gar keine 10 Gigabit benötigte werden und 100Mbit gegenwärtig sind.

Wo kommt denn 100Mbit noch zum Einsatz?

Beispiel 1: Ganz klar im Bereich der Kabelkanal-Switche, die dann per 100Mbit Glasfaser angebunden werden. Auf meine Nachfrage bei einem Hersteller dieser Switche, warum sie denn nicht Gigabit in die Kabelkanäle verbauen, bekam ich folgende Antwort: „Wir haben den Anspruch die Switche lüfterlos zu bauen. Da in den Kabelkanälen eine sehr schlechte Luftab- bzw. Luftzufuhr herrscht, bekommen wir mit Gigabit Ethernet ein Temperaturproblem!“

Beispiel 2: Viele der guten altbekannten Medienkonverter basieren noch auf 10/100 Mbit Ethernet. Damit werden meist irgendwelche exotischen Geräte per Glasfaser angebunden, wenn sie weiter wie 100m von einem Switch entfernt sind – von der automatischen Schranke auf dem Parkplatz bis hin zu BDE-Terminals in der Produktion.

Was kann man nun im 100Mbit Fast Ethernet Bereich mit SFPs alles machen?

In den Geräte von Nokia Siemens Networks (ehemals Atrica) und denen von Riverstone haben wir erfolgreich einen 100Mbit Kupfer-SFP eingesetzt. Das bietet den wunderbaren Vorteil, nicht unbedingt eine gesamte Linecard / Chassis mit x-Kupfer Ports beschaffen zu müssen. Man kann Alternativ einfach eine SFP-basierte Linecard nehmen und dann wilde Kombinationen von Kupfer und Glasfaserports mischen. Konkret haben wir das im Riverstone RS3200 – ein MPLS-fäiger Metro Access Router, der 32 x SFP-ports hat – mit mehreren 100 Mbit Kupfer SFPs erfolgreich getestet. Hierfür nehmen wir den SFP-COP-0004. Beim Atrica A-2200 haben die 100 Mbit Kupfer SFPs in der 10-Port 100/1000Base-FX SFP Linecard ihren Dienst verrichtet. Somit konnte der Kunde die Anschaffung einer zusätzlichen 8-port Kupfer Linecard einsparen.
Von NSN und Riverstone gibt es leider keine vergleichbar Artikelnummer, weil sie diese Option nicht in ihrem Programm haben.
Die neueren Ethernet-Switche haben meist nur noch eine Gigabit-Fabric on Board. So z.B. bei den Gigabit-Ethernet Switchen von HP (z.B. J2510-24) oder bei Extreme Networks (Summit x450 oder die SFP-Linecards für die BlackDiamonds 8800). Diese Switche kann man trotzdem 100Mbit fähig machen, in dem man einen SFP mit dem Serial Gigabit Media Independent Interface (kurz SGMII) einsetzt. Diese SFPs machen nichts anderes wie auf der elektrischen Seite Gigabit zu sprechen und auf der Glasfaserseite 100Mbit. Die Signalaufbereitung erfolgt im SFP selbst – sozusagen mit dem Faktor/Divisor 10 wird das Signal behandelt. Mit unserem SFP-MM-0002 (100 Mbit auf 2km Multimode) haben wir das schon erfolgreich getestet und sind somit vollständig kompatible zum Extreme 10063 oder HP J9054B.

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